„Das Wort ergreifen,   
heisst immer auch handeln.“
Siegfried Lenz

weiterbilden

Das vielseitige Bildungsangebot der Mahn- und Gedenkstätte richtet sich an Kinder und Jugendliche, Erwachsene und Senior:innen, aus Düsseldorf und der Region kommend, aber auch an Besucher:innen aus dem In- und Ausland. Die Beschäftigung mit historischen Biografien, kreative didaktische Zugänge und nicht zuletzt die unmittelbare Verbindung zur Düsseldorfer Ortsgeschichte bilden die Grundlage unserer verschiedenen Formate. Neben Führungen und historischen Stadtrundgängen bieten vor allem Workshops – digital oder vor Ort in der Gedenkstätte – vertiefende Zugänge zu den in der Dauerausstellung „Düsseldorfer Kinder und Jugendliche im Nationalsozialismus“ präsentierten Biografien.
Einige unserer Workshops und Führungen stehen auch als inklusive Angebote zur Verfügung. Mehr dazu unter dem Tab „Inklusion“ oder wenden Sie sie sich direkt an Dr. Frederike Krenz.

Gruppen können unser Haus nur mit Anmeldung besuchen!

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Kinderführung

Die Geschichten von Ruth und Tom: Wie lebten jüdische Kinder in den 1930er Jahren?

Tom und Ruth sind zwei waschechte Düsseldorfer Kinder. Sie leben mit ihren Eltern im Zooviertel, gehen hier zur Schule und treffen sich nachmittags mit Freundinnen und Freunden. Tom ist ein großer Karnevalsfan. Ruth unternimmt oft Ausflüge mit ihrer Familie in den Wald. Alles ist ganz normal – bis 1933 die Nationalsozialisten in Deutschland an die Macht kommen.
Ihr erfahrt, was sich für Toms und Ruths Familien veränderte und wie es beiden gelang, die Jahre der Nazi-Herrschaft zu überstehen.
Eure Eindrücke könnt Ihr auf einem Erinnerungsbild festhalten und als Andenken mit nach Hause nehmen.

Eine Führung für Kinder ab 9 Jahren. Kosten und Modalitäten erfahrt Ihr bei der Anmeldung.

Durch die Ausstellung

Düsseldorfer Kinder und Jugendliche im Nationalsozialismus

Das Leben von Kindern und Jugendlichen im Düsseldorf der 1930er Jahre konnte sehr unterschiedlich sein. Für viele änderte sich nach 1933, als die Nazis an die Macht kamen, kaum etwas – für andere ging es plötzlich um ihr Überleben. Wir stellen verschiedene Lebenswege vor: Ruth, die mit ihrer Familie als jüdisch verfolgt wurde.

Willi, den die Nazis als politischen Gegner verprügelten und einsperrten. Die kleine Ally, die aufgrund ihrer Behinderung ihren Eltern weggenommen wurde und Nora, die mit ihren Schwestern die Flucht bis nach Bagdad antreten musste. Zusätzlich zeigen wir, wie sich der Alltag in Düsseldorf durch die Nazis und den Krieg veränderte. Und wer war eigentlich ein Nazi? Und warum haben so viele den Nazis zugejubelt?

Ein Angebot für Schulklassen und Gruppen nach Anmeldung.
Diese Führung kann auch auf Englisch oder in leichtverständlicher Sprache gebucht werden.
Kosten und Modalitäten erfahrt Ihr bei der Anmeldung.

Bitte füllen Sie das folgende Formular aus. Wir melden uns anschließend bei Ihnen zurück, um die Buchung zu bestätigen oder ggf. einen anderen Termin mit Ihnen zu finden.

Dauer der Bildungsangebote:
Workshops: 3 Stunden (inkl. Raumwechsel und Pause)
Gedenkstättenfahrt-Vorbereitung: 4 Stunden
Führungen in leichtverständlicher Sprache: 120 Minuten
Führungen: 90 Minuten
Rundgänge: 90 Minuten

Folgende Zeitfenster können Sie für die Workshops buchen:
09:30 – 12:30 Uhr
11:00 – 14:00 Uhr
12:30 – 15:30 Uhr

Der erste Teil des Workshops findet in der Mahn- und Gedenkstätte, Mühlenstraße 29 statt. Für den zweiten Teil des Angebots wechselt die Gruppe in unser nahegelegenes Beatrice-Strauß-Bildungszentrum, Marktstraße 2.

Bitte kontaktieren Sie uns frühzeitig, um eines unserer Bildungsangebote zu buchen – nur so können wir Ihren Besuch bestmöglich organisieren und die Inhalte den Wünschen und Bedarfen Ihrer Gruppe anpassen.
Bitte beachten Sie, dass Ihre von uns bestätigte Buchung verbindlich ist. Bei Nichterscheinen oder einer Absage kürzer als 24 Stunden vor dem vereinbarten Termin ist ein Ausfallhonorar in Höhe von 50,- Euro auf das Förderkreiskonto zu zahlen.

Für alle Besuche gilt die Hausordnung der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf.

Name

DIE WEITE WELT. NEW YORK BIS KAPSTADT. AUTORENLESUNG MIT LUTZ VAN DIJK
Mittwoch, 3. Juni, um 18:30 Uhr im Beatrice-Strauss-Zentrum der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf, Marktstraße 2 (Innenhof).

Nach dem Erfolg von »Irgendwann die weite Welt« folgen wir nun Lutz van Dijk auf seinem Weg nach New York: Mit 18 verlässt er das heimatliche Westberlin zu Mauerzeiten und bricht auf nach New York. Dort kommt er mit nur 50 Dollar in der Tasche an. Als Fremder in der fremden Stadt ist er arbeitslos und zudem auch noch schwul. Dann aber trifft er Menschen. Einfache Menschen. Eine Putzfrau in Manhattan, einen Flüchtling aus Haiti. Und in Pennsylvania bekommt er seinen ersten Job als Busfahrer. Ausgehend von diesem gewagten Aufbruch nimmt uns Lutz van Dijk mit zu den Stationen seines bewegten Lebens – weiter über Hamburg, Jerusalem und Amsterdam bis hin nach Kapstadt.- Der zweite Teil von Lutz van Dijks Memoiren zeigt: als schwuler Mann kann man überall zuhause sein.

Infos zum Autor: Dr. Lutz van Dijk wurde 1955 in West-Berlin geboren. Ab 1978 arbeitet er als Lehrer in Hamburg. Nach einigen Jahren beginnt er ein in Hamburg Zweitstudium der Geschichte u.a. in Israel, später Mitarbeiter der Anne Frank Stiftung in Amsterdam. Seit 2001 als Mitbegründer der Stiftung HOKISA für von AIDS betroffene Kinder und Jugendliche in Kapstadt. Seine Bücher für Erwachsene und Jugendliche wurden in viele Sprachen übersetzt und mehrfach ausgezeichnet, u.a. mit dem Jugendliteraturpreis von Namibia 1997 und dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis 2001. 2003 erhielt er für sein Engagement für die Rechte von Homosexuellen den Rosa Courage Preis von Gay in May, Osnabrück. 2009 wurde ihm die Poetik-Ehrenprofessur der Universität Oldenburg verliehen. Sein im Querverlag erschienener Roman Kampala – Hamburg wurde 2021 für den deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos und eine Anmeldung nicht nötig. Der Zutritt zum Beatrice-Strauss-Zentrum ist barrierefrei.

Eine gemeinsame Veranstaltung der Mahn- und Gedenkstätte Düsseldorf mit dem Amt für Gleichstellung und Antidiskriminierung und der Schwulenberatung Düsseldorf.